Eine unserer Hausaufgaben ist es, in unserer Wohnung weitere Ruhe- und Liegeplätze, am besten in luftiger Höhe zu schaffen. So können Maja und besonders Lilli sich im selben Raum mit Lady aufhalten und sich dabei sicher fühlen.
Zur Erinnerung: „Probleme bei der Zusammenführung – mit der Katzenpsychologin auf der Couch“
Dem Slogan „Catify to satisfy“ (Jackson Galaxy) folgend, fangen wir mit dem Wohnzimmer an.
Unser Wohnzimmer ist im Moment Ladys Revier. Doch auf Dauer darf das nicht so bleiben, wenn ein Zusammenleben unserer drei Mädels klappen soll. Damit sich Lilli und Lady in einem Zimmer aufhalten und gleichzeitig den Abstand halten können, den sie brauchen brauchen wir eine katzengerechte Wohnzimmereinrichtung. Bis jetzt gibt es hier das Sofa, einen Ausguck auf der Wohnzimmerfensterbank und einige Regalfächer, die wir eigentlich nicht für die Mädchen reserviert hatten.
Unsere Wände sind aus sechzig Jahre altem Stahlbeton, laut Messgerät mit viel Bewehrung und stromführenden Leitungen versehen – also eigentlich unbohrbar. Mal eben einen Laufsteg an die Wand bringen ist also nicht so leicht für uns. Aber wir haben das große Kallax-Regal an einer Wand stehen, das wir zum Katzenausguck umbauen können.
1. Bauabschnitt: Treppe auf das Kallax
Vor der Ausführung muss geplant werden. Da kann Mama nicht aus ihrer Haut. Nach erstem Brainstorming mit dem Katzenpapa und dem Regalaufmaß habe ich die benötigten Bauteile heraus gesucht, gezeichnet, Befestigungsmöglichkeiten überlegt und nach Maß- und Kostenoptimierung das notwendige Material bestellt. Und dann mussten wir eine unendlich lange Woche warten….
… Wir waren aufgeregt und konnten es kaum abwarten endlich loszulegen. Schließlich waren alle Einzelteile angekommen und der Aufbau war innerhalb einer halben Stunde erledigt.
Ganz wichtig bei Kratzbäumen mit nur einer Tragsäule und asymmetrisch angeordneten Plattformen ist, diesen an einer Wand zu befestigen. Nur so wird er in Position gehalten und kippt bei Belastung durch kletternde Fellnasen nicht um. Technisch ausgedrückt: die einwirkenden Horizontallasten müssen kraftschlüssig in eine stützende Wand (in unserem Fall das Regal) abgeleitet werden. Hierfür gibt es Wandhalterungen in verschiedenen Längen.
Der fertige Aufstieg hält und unsere Kleinen haben sofort einen Klettertest gemacht. Das wichtigste Ziel ist erreicht: sie erreichen bequem ihr Lieblingsfach (ganz oben rechts), aber wir hoffen natürlich, dass sie sich schnell mit dem „unbekannten Ding“ anfreunden und es sich im Liegeplatz gemütlich machen.