Raus mit euch! – Teil 2, Balkongestaltung

Für uns war klar: Wir wollen Katzen in unserem Leben haben. Aber hier, mitten in der Großstadt, in einem großen Mehrfamilienhaus, umgeben von zahlreichen sehr belebten Straßen, kommt Freigang nicht in Frage. Die Wohnung muss groß genug sein und ohne Balkon geht gar nichts!

In Teil 1, Balkonsicherung habe ich darüber berichtet, warum, wie und womit wir unseren Balkon katzensicher gemacht haben. Heute möchte ich euch erzählen, wie wir den Balkon für die Mädchen und für uns aufgehübscht haben.


Aus Grau mach Grün

Unser Balkon war trotz des Netzes noch nicht sehr katzenfreundlich. Vor allem der Boden, nackter Beton mit einem grauen, hier und da abgewitterten Anstrich, lud unsere Mädchen nicht gerade zum gemütlichen Rumlümmeln ein. Auch wir hatten diesen tristen Anblick satt und grübelten über einen geeigneten Balkonbelag nach.

Terassendielen? Zu aufwendig. Klickfliesen schon eher, aber welches Dekor? Braun, grau, natur, steinoptik… Die, die uns gefielen und robust schienen, waren zu teuer. Aber bei der Recherche sind wir auf eine interessante Variante gestoßen: Rasen-Klickfliesen! Die waren nochmal teurer. Schade. Aber die Idee Rasenbelag stand.

Ein grüner Filzteppich sollte es allerdings nicht sein. Und der Kunstrasen musste drainagefähig sein, damit Regenwasser (ihr wisst, dass es in Hamburg viel regnet?) auch vernünftig ablaufen kann. So stand bald eine Rolle Kunstrasen, zwei Zentimeter Halmlänge, saftiges Grün und mit Drainage ausgestattet, bei uns im Flur und wartete darauf verlegt zu werden. Das ging einfach, schnell und machte unseren Balkon gleich viel gemütlicher. 

Nach anfänglicher Skepsis gefiel das auch den Mädchen. 


Möbelei 

Wir Menschen waren schon mit zwei gemütlichen Lehnstühlen und einem kleinen Tisch versorgt. Doch wie sollten unsere kleinen Mäuse bloß über die Brüstung schauen können ohne im Netz hoch klettern zu müssen?

Ideal wäre natürlich ein Kratzbaum. Wir haben den Kittenkratzbaum nach draußen gestellt, aber der ist nicht wetterfest. Es muss also ein Outdoor-Kratzbaum sein, wetterfest und UV-beständig, denn der Balkon ist nach Westen ausgerichtet und wird bei jedem Regen trotz der Überdachung nass. Der Outdoor-Kratzbaum bleibt reserviert für Teil 3 – denn den richtigen haben wir noch nicht gefunden. Habt ihr vielleicht Tipps, was das angeht?

Statt dessen macht sich unser Provisorium sehr gut. Meine ehemalige Nachbarin hatte mir mal ein kleines Hochbeet für den Balkon überlassen. Es hat zwei Ebenen und ist eigentlich für Pflanzkästen oder Blumentöpfe gemacht. Wir allerdings haben die Regalhöhlen, die die Mädchen bis dahin nie angeschaut hatten, drauf gestellt.

Und siehe da! Es gefällt und seitdem sind die Mädchen auch nicht mehr rein zu kriegen. Selbst Lady gefällt es auf dem Ausguck. Denn es ist schön da draußen – wenn es nicht gerade regnet.